Der Lebenslauf
Bei einer Bewerbung sind für den Arbeitgeber Informationen
die entscheidende Quelle, sein Interesse zu wecken. Darum ist es sehr wichtig,
diese Informationen bündig und übersichtlich in einer angemessenen Form zu präsentieren.
In dem Anschreiben oder im Lebenslauf geben Sie in Ihrer Präsentation
einen Eindruck von Ihrer Person weiter.
Der Lebenslauf ist eine Faktensammlung zu Ihrem Arbeitsleben.
Diese Fakten müssen auch in einer entsprechenden Form dargestellt werden.
Durch entsprechende Formulierungen können Sie Informationen
und deren Inhalt hervorheben oder abschwächen. Entscheidend ist die übersichtliche
Struktur. Eine Schriftgröße unter 12 kann schon problematisch sein, vielleicht
ist der Personalchef ja ein wenig kurzsichtig, oder er hat keine Lust, sich die
Augen zu verrenken. Übersichtlichkeit drückt sich auch durch klare Überschriften
aus, indem man die Überschriften fett oder unterstrichen ausdruckt. Ja, Sie
lesen richtig, wir sprechen von ”ausdrucken”. Eine Bewerbung mit Computer
entspricht heute den formalen Regeln. Falls Sie keinen Computer besitzen,
informieren Sie sich bei einem Arbeitslosenzentrum oder bei dem Arbeitsamt, wo
Ihnen einer zur Verfügung stehen könnte. Sie können durch ein Telefongespräch
bestimmt eine Adresse erfahren, wo man sich kostenlos beraten lassen kann oder
Ihnen direkt geholfen wird. Also, einen Termin vereinbaren und mit den vollständigen
Unterlagen ( Zeugnissen etc.) dort vorbeigehen. Sie können sich und den
Beratern eine Menge Zeit sparen, wenn Sie einen Lebenslauf Zuhause in Ruhe
vorschreiben, in diesem Fall der Vorbereitung reicht es auch handschriftlich.
Die Berater legen für Sie auf Wunsch eine Datei oder Diskette an, auf die Sie
nach Terminvereinbarung Zugriff haben. Sind die Unterlagen einmal erstellt, ist
es ein Leichtes, Datum, Anschrift und Formulierungen für eine Bewerbung zu ändern.
Dies ist ein Weg, um zu einer gut gestalteten Bewerbung zu kommen.
Zum Inhalt des Lebenslaufes sollten Sie wissen, dass gute
Informationen ein gutes Bild von Ihnen vermitteln und schlechte Informationen
ein schlechtes Bild von Ihnen vermitteln.
Lücken im Lebenslauf bis zu drei Monaten können mit
Arbeitsuche begründet werden oder übergangen werden. Wir wollen darauf
hinweisen, dass nicht richtige Angaben durch ihr Arbeitsverhalten oder durch
Nachprüfen des Arbeitgebers auffallen könnten. Arbeitsrechtlich sind falsche
Angaben im Lebenslauf ein Kündigungsgrund!
Ein Beispiel: Sie bewerben sich bei einer Sicherheitsfirma.
Wenn Sie eine Vorstrafe vorsätzlich verschweigen, könnte dies als Betrug
gewertet werden.
Es handelt sich um eine arglistige Täuschung, wenn Sie eine
nicht richtige Information weitergeben, die in einem direkten Zusammenhang mit
dem Arbeitsverhältnis steht.
Sollten Sie z.B. ihre Qualifikation anders beschreiben, als
der Wahrheit entsprechend, ist dies ebenfalls ein Kündigungsgrund! Überlegen
Sie genau, ob Sie unter solchen Vorraussetzungen in einen Betrieb einsteigen möchten.
Alkohol- oder Drogenprobleme, schwere oder chronische
Krankheiten sowie Gefängnisaufenthalte werden im Lebenslauf nicht erwähnt.
Auf den nächsten Seiten haben wir Ihnen Beispiele von
Lebensläufen zusammengestellt. Sollten Ihnen diese Beispiele nicht zusagen,
seien Sie ruhig kreativ. Entwickeln sie Ihren persönlichen Stil. Nur denken Sie
an die oben genannten Aspekte der Leserlichkeit und Übersichtlichkeit und
Offenheit. Sie können die Form aber auch einfach übernehmen.
Beachten Sie bei der Schreibweise, dass Sie kurze Satzformen
verwenden. Kurze Sätze prägen sich besser ein. Vermeiden Sie Wiederholungen
und benutzen Sie verschiedene Formulierungen.
Stellen Sie sich beim Schreiben vor, Sie seien der
Personalchef und Sie müssten Ihre Bewerbung auf eine Einstellung prüfen.
Dieser Gedanke hilft Ihnen bei der Arbeit.
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Übersicht, auf
welche Punkte es im einzelnen beim Erstellen eines Lebenslaufs ankommt. Es
folgen Beispiele für alternative Gestaltungsmöglichkeiten. Welche zu Ihnen passt,
müssen Sie entscheiden!
Checkliste
für einen Lebenslauf
Haben Sie das richtige Papier?
Welche Form des Lebenslaufs ist gefragt?
Beachten Sie die Schreibweise! (kurze Satzformen)
Denken Sie an die Übersichtlichkeit des Lebenslaufs!
Sind alle Daten auf dem aktuellen Stand?
Ist Ihr Lebenslauf lückenlos?
Haben Sie für die Angaben der Tätigkeiten die
entsprechenden Zeugnisse und Bescheinigungen?
Haben Sie den Lebenslauf auf Rechtschreibfehler korrigiert?
Denken Sie bei einer Kurzbewerbung an das Foto in der oberen
rechten Ecke!
|
Was bei einem
Lebenslauf alles zu beachten ist! |
|
Es ist schon von
Vorteil, wenn der ganze |
|
Lebenslauf Persönliche
Daten:
Robert Rau
Robertastraße 10
45199 Essen
geb. 10.11.1965 in Essen
verheiratet Staatsangehörigkeit:
kanadisch
seit 09/ 1969 in Deutschland Schulausbildung:
1969 -
1973 Grundschulbesuch in Essen 08/
1973 - 01/ 1983
Heinrich-Heine-Gymnasium in Essen
Abschluss: Fachoberschulreife Zivildienst: 07/
1983 - 09/ 1984 Arbeiter Samariter Bund in Essen Studium: 09/
1985 - 06/ 1990 Universität -GHS- Essen Abschluss: Diplom-Ingenieur
Diplomnote: 1,6 Praktika: 09/
1984 - 05/1985 Vorpraktikum bei der Rheinischen 1987 -
1990 Studienbegleitendes Praktikum
und Berufspraktikum: 04/
1992 - 03/ 1993 Technische
Planung bei der Kruppsolidar Berufstätigkeit: 06/
1990 - 02/ 1992
angestellt bei Karitz GbEssen, bundesweite Tätigkeiten 04/
1993 - 08/ 1994 arbeitsuchend 09/
1994 - 08/ 1996 angestellt bei der Unikatz GmbH 09/
1996 - 01/ 1998 arbeitsuchend seit 02/ 1998 angestellt als Gartenbauer, Fortbildung: Trainingsmaßnahme bei der Wirtschaftsschule Essen, im Januar 2008 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Am linken Seitenrand empfiehlt sich ein Seitenrand von 3,0 bis 3,5 cm, damit der Lebenslauf eingeheftet besser lesbar ist. Ein
harmonisches Schriftbild rundet den Gesamteindruck des Lebenslaufes ab. Als
Schriftart wird meistens
Times
New Roman,
ARIAL,
seltener Man sollte schon einen Computer benutzen!
Kurzbewerbung So wie in den vorangegangenen Seiten beschrieben, würde eine
Standardbewerbung auf einen Arbeitsplatz aussehen. Viele Arbeitgeber verlangen
ausschließlich ”aussagefähige, vollständige Unterlagen”. Wenn dies so in
der Anzeige beschrieben ist, empfiehlt es sich dringend, es so Manche Arbeitgeber schreiben in der Stellenanzeige nicht
ausdrücklich, welche Bewerbungsunterlagen gefordert sind. In diesem Fall
sollten Sie mit dem Chef oder Personalleiter in einem Telefonat absprechen,
welche Unterlagen er benötigt. Wenn der Arbeitgeber unter Zeitdruck bei der
Neubesetzung eines Arbeitsplatzes steht, wird er keine vollständigen Unterlagen
fordern, sondern eine Kurzbewerbung. Die Kurzbewerbung enthält das Anschreiben und den Lebenslauf
und das letzte Arbeitszeugnis. Damit ist für den Arbeitgeber gewährleistet, dass
er die wesentlichen Informationen über Sie erhält. Sollten sich für den
Arbeitgeber aufgrund Ihres Lebenslaufs fragen ergeben, die sich nicht durch die
Kurzbewerbung beantworten lassen, werden diese Gegenstand des Bewerbungsgesprächs
werden.
|