Zusammenfassung
in Stichpunkten
Nun geben
wir Ihnen noch eine Zusammenfassung zur Erinnerung, welche Punkte Sie bei einer
Bewerbung beachten sollten.
Schwachstellen
im Lebenslauf
Umschreiben
Sie mit positiven Inhalten, was negativ wirken könnte. Nutzen Sie
Beschreibungen wie Erziehungszeit und Fortbildungen oder längere
Auslandsaufenthalte, wenn Sie diese nachweisen können.
Eine
Eigenkündigung müssen Sie mit dem Wunsch nach beruflicher Entwicklung oder
familiärer Veränderung begründen.
Lücken
von drei Monaten können in der Regel übergangen werden.
Gefängnisaufenthalte,
Drogen - oder Alkoholprobleme oder chronische Erkrankungen werden im Lebenslauf
nicht erwähnt.
Interesse
an Ihrer Person wecken
Eine
gelungene Bewerbung weckt das Interesse an Ihrer Person. Übertreiben Sie nicht.
Jeder Arbeitgeber möchte eine "aufgeräumte" Persönlichkeit
einstellen, nicht jemanden mit allzu eigenen Marotten.
Übertreiben
Sie Ihre Qualifikation nicht, sie muss auch im Zusammenhang mit Ihren Zeugnissen
stehen und von daher auch glaubwürdig erscheinen.
Schreiben
Sie auf jeden Fall, dass Sie motiviert sind und aus welchem Grunde. Zeigen Sie,
was Sie an der Aufgabe interessiert! Wie möchten Sie sich beruflich oder auch
privat entwickeln? Ihre Lebensplanung kann auf die Entscheidung des Arbeitgebers
Einfluss nehmen.
Welche
Zeugnisse sind wichtig
Aus der
Schul- und Ausbildungszeit sind die Abschlusszeugnisse ausreichend. Zu jeder
beruflichen Station in Ihrem Lebenslauf sollte auch das passende Zeugnis
vorhanden sein. Vollständigkeit ist da von großem Vorteil.
Lassen Sie
sich von Fortbildungen oder auch Sprachkursen Bescheinigungen ausstellen, wenn
die Noten gut. Ansonsten ist eine Teilnahmebescheinigung besser als eine
schlechte Note.
Unterscheiden
Sie zwischen einem ”einfachen Zeugnis” und einem ”qualifizierten
Zeugnis”.
Haben Sie
sich im Streit von Ihrem Arbeitgeber getrennt, sollten Sie überlegen, ob Sie
sich von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber ein einfaches Zeugnis ausstellen lassen.
Ein Zeugnis ohne Noten und Bewertungen ist für Ihren Lebenslauf sinnvoller.
In dem
Fall, dass Sie sich beruflich verändern wollen oder eine bessere Position
angeboten bekommen haben, sollten Sie ein ausführlicheres Zeugnis verlangen,
welches Ihre Fähigkeiten herausstellt.
Sollten
Sie sich aus einer ungekündigten Stellung heraus bewerben wollen, haben Sie ein
Anrecht auf ein Zwischenzeugnis.
Referenzen
Wenn sich
der zukünftige Arbeitgeber mit Ihnen nicht sicher ist oder er noch
nähere Auskünfte zu Ihrer Person einholen möchte, greift er gerne auf
Auskünfte ehemaliger Arbeitgeber zurück. In diesem Fall sollten Sie vorher überlegen,
welche Firma zu Ihre Gunsten spricht.
Sind Sie
in einer Qualifizierungsmaßnahme, Fortbildung, Sprachkurs oder Feststellungsmaßnahme
,kann der zu betreuende Sozialarbeiter Ihr Fürsprecher sein.
Es ist
nicht ungewöhnlich, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens in ihren
Lebensweisen und Einstellungen ändern und dadurch für den Arbeitsmarkt eine
Reife entwickeln. Dies geht nicht immer aus den Unterlagen hervor, eine
qualifizierte Fürsprache ist da sicher von Vorteil.
Der
erste telefonische Kontakt
Bereiten
Sie sich auf das Telefongespräch vor. Machen Sie sich Stichpunkte, was Sie
erfragen möchten, zum Beispiel:
Was für eine Aufgabe erwartet Sie?
Wo ist der Arbeitsplatz?
Wie sind die Arbeitszeiten?
Wann soll die Stelle besetzt werden?
Diese
Fragen sollten Sie aus dem Inhalt der Anzeige herauslesen. Aber lassen Sie erst
den Personalleiter oder die Kontaktperson am Telefon erzählen und seine Fragen
stellen. Es geht nicht darum, sich unterwürfig zu zeigen, sondern sein
Interesse zu bekunden.
Wenn Sie
Sprachschwierigkeiten haben, bereiten Sie sich auf das Gespräch vor und
schreiben Sie sich die Sätze auf, die Sie sagen möchten. Sprachschwierigkeiten
sind kein Grund, ein Telefongespräch nicht zu führen!
Ziel einer
jeden telefonischen Kontaktaufnahme ist die Einladung zu einem persönlichen
Gespräch.
Merken Sie
sich folgende Details:
Mit wem habe ich wann gesprochen?
Schreiben Sie sich die Telefonnummern auf, mit der Durchwahl!
Notieren Sie sich die Adresse genau, wenn nötig mit einer
Wegbeschreibung!
Bei einer Terminvereinbarung vergewissern Sie sich über den Termin
Sie stellen fest, Zettel und Stift sind bei einer telefonischen Kontaktaufnahme sehr wichtig!
Das
Vorstellungsgespräch
Auch in
diesem Bereich ist die Vorbereitung entscheidend. Da sollten Sie sich über
einige Fragen im Klaren sein!
Was wissen Sie über das Unternehmen?
Wo liegt das Unternehmen? Eine Verspätung zum ersten Termin wäre
ein klarer
Minuspunkt!
Seien Sie in guter Verfassung! Festivitäten am Vorabend könnten sich negativ auf Ihre Erscheinung auswirken.
Seien Sie ausgeruht!
Erscheinen Sie
körperlich und geistig wach zu dem Termin!
Bringen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit, falls diese dem zukünftigen
Arbeitgeber
nicht schon vorliegen. Denken Sie daran: die
Bewerbungsunterlagen
sollten in einem einwandfreien Zustand sein.
Bringen Sie eine positive Einstellung zu dem Gespräch mit. Es passiert immer mal, dass Sie einige Zeit warten müssen,
auch da nicht die Geduld verlieren, wenn es mal länger dauert. Bleiben Sie freundlich!
Das Gespräch
selber:
Seien Sie
gewiss, dass sich der Ablauf des Vorstellungsgespräch nach der Qualifikation
und den Aufgaben der zu besetzenden Stelle richtet. Andere wichtige Kriterien
sind die Ausbildung und die beruflichen Erfahrungen. Aber auch ihr Alter und die
Tatsache, ob Sie als Mann oder Frau ihrem Gesprächspartner gegenüber sitzen,
spielt eine große Rolle.
Im Gespräch lassen Sie Ihren Gesprächspartner ruhig längere
Ausführungen machen. Fassen Sie sich dagegen eher kurz und vermeiden
Verhalten Sie sich im Gespräch möglichst defensiv und geben
Sie wenig Ihrer Privatsphäre preis.
Antworten Sie auf persönliche Fragen zu Ihrer Person und
Ihren Verhältnissen diplomatisch.
Persönliche Fragen intimer Natur müssen nicht beantwortet
werden. Aber auch da sollte man höflich reagieren.
Wenn Ihnen eine Frage gestellt wird, beziehen Sie Ihre
Antwort auf die in Aussicht stehende Stelle und die damit verbundenen
Anforderungen.
Erzählen Sie möglichst nichts über laufende Bewerbungen
bei anderen Arbeitgebern. Misserfolge in diesem Bereich sollten kein Thema sein.
Stellen Sie Ihren beruflichen Werdegang so positiv wie möglich
dar, und sprechen Sie nicht über Misserfolge und Rückschläge.
Zeigen Sie eine berufliche Richtung, eine Zielorientierung.
Sie wollen nicht nur einen Job machen, sondern der Beruf ist ein wichtiger Teil
Ihrer Entwicklung und Ihres Lebens.
Sofern keine Offenbarungspflicht vorliegt, brauchen Sie
bestehende Krankheiten nicht mitteilen.
Stellen Sie Fragen zum firmeninternen Aufbau, sowie nach
Ihren Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens.
Auf die Frage Ihrer Gehaltsvorstellung bleiben Sie
realistisch und zeigen Sie Kompromissbereitschaft.
Selbst wenn das Gespräch nicht nach Ihren Vorstellungen
abgelaufen ist, achten Sie auch bei der Verabschiedung auf gutes Benehmen.
Die
Frage der Notlüge
Wie man
sich darstellt, ist der entscheidende Punkt im Bewerbungsgespräch. Wenn aber
eine unangenehme Frage gestellt wird, von der Sie wissen, dass Sie nicht zulässig
ist, ist es schon ein kleines Kunststück, sich da herauszuwinden. Es ist schon
eine Unverschämtheit von dem Arbeitgeber, eine solche Frage zu stellen, da er
wissen müsste, was erlaubt ist und was nicht. Was aber tun, wenn der
Arbeitgeber unerlaubte Fragen stellt? Dafür einige Regeln:
Stellt der
Arbeitgeber Fragen zu höchstpersönlichen und rechtlich geschützten Bereichen,
wie etwa zu einer Religions- Partei- oder Gewerkschaftszugehörigkeit, liegt es
im Endeffekt doch an Ihnen, wie Sie sich in so einer Situation verhalten.
Unzulässige
sind Fragen nach einer (geplanten) Schwangerschaft oder aktuellen Beziehungen.
Im
Endeffekt muss man leider feststellen, dass solche verbotenen Fragen immer noch
häufig gestellt werden. Sie werden besser im Gespräch versteckt. Somit wird
der Schutz davor immer schwieriger.
Haben Sie
ein waches Ohr, tappen Sie in keine Falle und bewahren Sie Ihre Haltung.
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